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Montag, 1. August 2016

Rezension: My Dear Sherlock von Heather Petty


Titel: My Dear Sherlock
Autor/in: Heather Petty
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
320 Seiten
 cbj

Um was geht es:

Moriaty, genannt Mori, ist ein sehr schlaues Mädchen, lebt mit ihrem gewalttätigen Vater und ihren Brüdern in einem Haus am Regentpark in London. Ihr Vater ist Polizist, sie selbst hat eigentlich gar keine Ambitionen in diese Welt der Verbrecher und Fälle einzutreten. Doch das ändert sich, als sie bei der TheaterAG im Keller auf Sherlock trifft, der da unten seine kleinen Experimente durchführt. 
Eines Tages wird im Park eine Leiche entdeckt. Dort treffen sie wieder aufeinander und Sherlock und Mori entschließen sich zu einem Spiel und wollen den Fall klären. 
Im Verlauf des Buches kommen ein paar unschöne Wahrheiten über Mori´s Familie ans Licht.... doch was hat das mit dem Mord zu tun?


Meine Meinung:
Von mir gibt einen gut gemeinten, einsamen Stern. Hauptsächlich wegen des schönen Cover. Leider konnten meine Erwartungen so gar nicht erfüllt werden. Ich war sogar nach Beendigung des Buches so wütend, dass ich es fast aus dem Fenster geworfen hätte. 
Den Protagonisten konnte ich nichts abgewinnen, am Ende des Buches war es mir sogar egal, was aus ihnen wird. Schlau, genial sollten sie sein, groß hervorgehoben wurde es bereits am Anfang des Buches, doch am Ende meiner Lektüre konnte ich dem nicht mehr zu stimmen, sondern ich stellte einen erheblichen Mangels von gesundem Menschenverstand.
Ich konnte über das Verhalten von Mori nur den Kopf schütteln, ich habe versucht (immer wieder) mich in ihre Lage zu versetzen, bin aber kläglich gescheitert. Schlussendlich war mein Kopf nur voller Fragen.
Wieso wurde die Polizei nicht eher gerufen? Wieso hast sich Mori nicht eher jemandem anvertraut? Es hätte einiges verhindert werden können..... Nein, das war nur schrecklich.... oder sogar Dummheit?! 

Achtung, ab hier beschreibe ich genauer (ich rege mich sogar ein wenig auf) und das beinhaltet Spoiler!!!

(Also nicht weiterlesen, wenn ihr das Ende der Geschichte nicht wissen wollt und überhaupt das Buch noch lesen wollt.)
Mori's Vater hat nach dem Tod der Mutter zur Flasche gegriffen und wird immer wieder gewalttätig. Er misshandelt sie mit schrecklichen Worten (verbale Misshandlung), bei ihren Brüdern benutzt er sogar die Fäuste. Doch obwohl sie ihre Brüder beschützen will und zum Teil auch tut, geht sie nicht zur Polizei. Vertraut sich niemandem an. Sie hat eine Tante, die ihr womöglich helfen könnte. Nein, natürlich behält sie alles für sich und man könnte wohl noch denken, sie hält trotz allem zum Vater, möchte ihn nicht verlassen... nach allem was passiert ist, möchte sie die Familie nicht auseinander brechen lassen.... 

OK OK ... alles irgendwie verständlich und doch bleiben bei mir die Augen trocken. Wieso geht mir das Schicksal dieser Familie nicht nah??? Wieso berührt es mich nicht... Vielleicht weil mir Mori so weit weg vorkommt. 
Jeder hat Hemmungen sich gegen das eigene Elternteil zu stellen, aber sie hat eine Tante, ein anderes Familienmitglied und vielleicht eine erwachsene Bezugsperson?!
Als dann auch noch sich der Verdacht auf ihren Vater erhärtet, sagt sie immer noch nichts. Einiges passiert.... die Geschichte geht weiter, aber die Polizei darf nicht eingeschaltet werde.... als Konsequenz schadet das einer Person in ihrem direktem Umfeld. Selbst da noch, keine Polizei. Nein, sie nimmt die Sache selbst in die Hand und als Sherlock schlussendlich die Polizei ruft und sie rettet.... der letzte Gedanke

Fazit: 
Ich brauchte 3 Wochen, um das Buch zu lesen. Der Schreibstil ist gar nicht so schlecht, doch kann ich mit den Figuren nicht mitfiebern oder mitfühlen. Das Buch hat keine Spaß gemacht, ich hätte es fast abgebrochen. 


Am Ende kann sich ja jeder selbst ein Bild machen und einige finden es super. Doch rate ich euch, wenn ihre eine moderne Sherlock Geschichte wollt, dann liest Digby von Stephanie Tromly.

Montag, 18. April 2016

Rezension: Die Reise der Amy Snow von Tracy Rees

 
Titel: Die Reise der Amy Snow
Autorin: Tracy Rees
Hardcover /Klappbroschur
480 Seiten




Inhaltsangabe: 

Aurelia Vennaway findet als Achtjährige einen verlassenen Säugling im Schnee. Sie nimmt das Kind mit und setzt sich durch, dass das Kind auf dem Familiensitz namens Hatville Court aufwachsen kann. Diesem Kind gibt sie den passenden Namen Amy Snow und obwohl Aurelias Eltern das kleine Mädchen verabscheuen und in den folgenden Jahren demütigen, halten die beiden Mädchen zusammen und wachsen zu unterschiedlichen, jungen Frauen heran. Unglücklicherweise erliegt Aurelia einem angeborenem Herzleiden und so bleibt für Amy außer Hass und Kälte in dem Haus ihrer Kindheit nichts mehr...
Und wie könnte es anders sein, Aurelia hat ihre beste und liebste Freundin nicht vergessen und vorgesorgt. Nach dem Begräbnis erhält Amy einen Brief von Aurelia. In diesem Brief befindet sich die Aufforderung auf eine Reise zu gehen.... 
Amy Snow macht sich auf den Weg in eine ungewisse Zukunft und so findet sie nicht nur so einiges über sich selbst heraus, sondern so wird ihr über die Rätsel und Briefe Aurelias das ein oder andere Geheimnis ihrer Freundin offenbart. 

So viel zum Inhalt. Beim Lesen habe ich mir sehr viel Zeit gelassen. Mir war am Anfang schon klar, dass es ein besonderes Buch ist und ich wollte nicht so durchfliegen, sondern das Gelesene sacken lassen und verdauen. Es lässt sich sehr gut lesen, es ist flüssig, aber mit wunderschönen Sätzen.

Fazit: 

Meine Erwartungen wurden wahrlich nicht enttäuscht. Die Reise, die Briefe (wobei ich beim Lesen einige Tränen vergossen habe), die Charaktere und Story konnten bei allem überzeugen. 
Wenn ihr lieben Vielleser nun neugierig seit und eine Reise ins viktorianische England nicht abgeneigt seid , dann schlagt zu.... 
Unbedingt lesen. Eine Empfehlung von mir. 
Ein Highlight 2016 für mich. Und ich vergebe 5 volle Sterne. 

Für weitere Informationen bitte beim Ullstein Buchverlag nachsehen. Dort findet man auch eine Leseprobe. http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/die-reise-der-amy-snow-9783471351369.html